Waldgeist und Abenteurer


Mythen und Realität
verschwimmen

Willkommen bei 7töter

Gestalten aus Mythen und Sagen sind legendengeboren – wie deine Spielfigur.

Magie und Glaube halten das Gewebe einer Welt zusammen, aus der die sieben alten Götter längst verschwunden sind. Doch ihre Spuren leben weiter. Das zeigt sich in Relikten aus Ruinen, in Geheimnissen jenseits des dunklen Schattenschleiers, in Schauermären über die Zauberwälder und in den Mythen aus den Legendarien.

Tritt ein in die Entrückten Lande, die schauerlich fremd und märchenhaft vertraut sind. Wandernde Wälder ziehen wie atmende Wesen über das Land, erfüllt von wilder Schönheit und erbarmungslosem Grauen. Städte und Weiler stemmen sich gegen das Zwielicht, das dich schon lange aus den Räumen zwischen den Dingen jenseits des Lichts beobachtet hat.

Ergründe die Entrückten Lande, die darauf warten, von deiner Spielfigur entdeckt, entschlüsselt oder entfesselt zu werden. Die Pfade dieser Landstriche sind Teil einer noch viel größeren Welt. Sie sind gesäumt von Wundern und Schrecken, die hinter jedem Schritt lauern können. Du wirst nicht allein Zeuge, sondern Schöpfer neuer Geschichten. Jede Entscheidung formt die Welt und schreibt alte Mythen neu.

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Spezies zum Spielstart

Zu Spielbeginn gibt es sieben spielbare Spezies zur Auswahl, die dir deinen Pfad ins Abenteuer weisen:

Ursprung des Schattenschleiers

„Setzt euch ruhig ans wärmende Feuer, Fremde. Die Nacht ist dunkel, und es heißt, in solchen Stunden greifen die Gräuel aus der Vergangenheit nach dem Verstand. Einige vermeinen, unheilvolle Stimmen aus dem Schatten zu vernehmen, die besser ungehört geblieben wären. — Aber ich merke schon, ihr wollt wissen, was die Schatten raunen, nicht wahr? — Also, hört gut zu, doch vergesst nicht, manches Wissen trägt einen Preis.

Es gibt alte Weisen, die nur noch als Flüstern durch die Lande ziehen. Sie künden von sieben Wesen, von uralten Mächten, deren Einfluss einst überall spürbar war. Doch fragt nach ihnen, und ihr werdet nichts finden, außer zerfallene Ruinen und geborstene Steine, auf denen die Zeit längst alle Namen ausgelöscht hat. Die alten Götter? Falls es sie je gab, dann sind sie mit dem Aufkommen des Schleiers verschwunden. Es wird gesagt, sie wurden aus Raum und Zeit getilgt, verschlungen von etwas Schrecklichem, das niemals hätte existieren dürfen.

Denn es gab noch eine achte Macht. Keine Gebete wurden ihr dargebracht, kein Tempel stand für sie, aber die Ängste, an denen sie sich gierig labte, waren ihr Opfer. Es war etwas ewig Hungriges, in der Dunkelheit lauernd zwischen den Dingen, etwas, das einflüsterte, schmeichelte, lockte, nur um alles zu betrügen. Seine Worte waren sanft wie der Wind, sein Versprechen süßer als Honig, doch wer sie hörte, war bereits verloren. Selbst heute nennen es manche noch den Verschlinger. Einer nach dem anderen fielen die Sieben, ob durch Täuschung, Verrat oder durch eine Kraft, die keiner von ihnen verstand.

So kam der Schleier aus den Schatten wie eine dunkle Nebelwand aus Zwielicht. Er zog undurchdringliche Grenzen, wo zuvor keine waren. Mit ihm schwand, was einst war. Keine Chronik nennt mehr die wahren Namen der Sieben, kein Lied kündet mehr von ihrer Pracht. Es gibt nur noch Fragmente – Reste wie Echos einer Vergangenheit aus Bruchstücken, die niemand mehr ganz versteht.

Aber es gibt noch eine andere Geschichte – eine, die nur selten erzählt wird. Man sagt, dass eine Waffe die Zeugen dieses Untergangs überdauerte. Eine Streitaxt, gezeichnet von der Zeit selbst, getränkt mit dem Wissen jener, die fielen. Fluchbringer wird sie genannt, doch ihr wahrer Name ist längst vergessen. Ihr Blatt wurde geschmiedet aus den Schwaden des Schleiers. Auf ihrer unheilvollen Schneide sollen die Schreie der Gefallenen nachhallen. Es wird erzählt, man könne das lockende Flüstern hören, könnte Siebentöter selbst erspüren – oder gar ihn damit aufhalten. Doch wer diese Waffe trägt, führt ein Verhängnis mit sich.

Eines ist sicher: Siebentöter lauert noch immer jenseits der Schatten. Manche sagen, er sei der dunkle Schleier selbst, aus verdichteten Schatten gewoben, lauernd zwischen all den sieben Schichten des Zwielichts, das selbst die ganzen Lande umfließt. Andere behaupten, seine Stimme, voller Verheißungen, sei noch immer zu hören, geflüstert in den Träumen derer, die zu viel wissen wollen. Und es gibt sie noch. — Jene, die sich nach den Bruchstücken der Vergangenheit sehnen, nach den letzten Relikten verschwundener Mächte. Doch wer sie findet, wer zu tief in die alten Mythen eintaucht, könnte mehr verlieren als nur sich selbst.

Also fragt euch, Reisende, wollt ihr wirklich mehr wissen? Oder ist es besser, sich durch das Lagerfeuer wärmen zu lassen, die Nacht zu überstehen und weiterzuziehen, ohne einen zu langen Blick in die Dunkelheit hinter den Schatten zu werfen?“